Dienstag, 11. Oktober 2011

Verschiedene Gesichter .....

Uahhh .... fühle mich wie in einem Karussell .... und ich schaue mir selber von außen dabei zu wie ich im Karussell rumgewirbelt werde. Kann das irgendwer verstehen??? Falls ja, dann lasst es mich wissen .... ich verstehe es selber nämlich nicht. *grmpf*

Nachdem die ersten Nebenwirkungen nach Umstellung auf das neue Medi sich gelegt haben, habe ich heute
(-todesmutig!!-) die Dosis verdoppelt. Natürlich habe ich sofort meine Erwartungshaltung auf Nebenwirkungen hoch geschraubt und siehe da ... ich wurde nicht enttäuscht. Mein Kopf ist wattig, mir ist schwammig, schwindlig und komisch und überhaupt ...... !!

Dabei bin ich früher so gern Karussell gefahren .... stundenlang ... hintereinander weg ..... heute wird mir schon schlecht wenn ich nur dran denke. ;-) Aber ich muss ja auch nicht damit fahren ... ist eh unverschämt teuer und wenn ich mal Lust drauf haben, erhöhe ich einfach die Dosis von Citalopram. ;-)

Nun heißt es 2-4 Wochen warten .... und hoffen .... aber ich bin ja Optimist. "Dat wird schon!".
Schlimmer kann es ja eh kaum werden.

Die verschiedenen Gesichter der Angststörung....

..... verschwommen .... irreal ....



.... verzerrt und irreal ....


.... nicht ganz beieinander .... auseinander gerissen .... 
..... nicht komplett ..... irreal ....



... verformt .... schwindlig ... irreal ....

Donnerstag, 29. September 2011

Psychopharmaka - Fluch oder Segen?

Wenn man betroffen ist .... jeder Tag eine neue Herausforderung ist .... sind Medikamente manchmal die einzigen Anker, die einen ermöglichen ein halbwegs normales Leben zu führen.
Ich schreibe extra "halbwegs" ..... die Gedanken und die Taten sind dennoch geprägt von  der Krankheit. In meinem Fall kann ich auch mit Medikamenten an vielen Tagen nicht mal alleine einkaufen gehen .... meine kleine Tochter nicht alleine aus der Kita holen .... ja, sogar alleine zu hause zu sein ist dann schwierig. 
Jeder Tag ... wirklich JEDER Tag ist geprägt von dieser beschissenen Angst und Panik .... ich bin doch nicht verrückt .... ich bin doch nicht doof .... ich weiß, es wird nix passieren ... ICH weiß das .... aber mein Körper reagiert dennoch anders ..... Schwindel, Atemnot, Herzrasen, Schmerzen, Übelkeit und dieses unrealistische Gefühl sind stets bereit, mir immer wieder zu zeigen "Moment .... du bist nicht normal ... du bist krank!"

Nach fast 12 Jahren mit dieser Krankheit habe ich nun endlich den Mut gefunden Tabletten zu nehmen .... Psychopharmaka .... für mich immer ein "Neeeeee ... nehm ich nicht!!" gewesen.... aber seit meinem letzten schlimmen Tiefpunkt im letzten November habe ich nun regelmäßig Cipralex genommen ..... gering dosiert .... und ja, es hat geholfen .... natürlich bin ich dennoch nicht so frei wie es sein sollte ....aber es gab Tage wo ich alleine zu LIDL gegangen bin oder zur Kita. :-)

Im Sommer dann der Hammer ...... die Tabletten werden von den Kassen nicht mehr bezahlt. Na super!! Also Umstellung auf Citalopram. Wer schon mal Psychopharmaka genommen hat weiß, dass man die nicht einfach nehmen und absetzen kann wie man möchte. Einschleichen .... ausschleichen ... alles mit netten Nebenwirkungen verbunden.

Ok .... nun nehme ich seit 5 Tagen Citalopram .... und ich leben noch!!!! :-)
Nebenwirkungen .... ja .... Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel ..... ja und die Angst fährt wie immer mit. Aber ich werde tapfer durchhalten ... 2-4 Wochen muss ich ihnen die Chance geben. 

Nur das Ausschleichen .... was ich eigentlich im Sommer schon mit Cipralex machen wollte ... das muss warten. Seit ich die Dosierung verringert habe gehts wieder abwärts. Anscheinend wirken die Dinger doch!!! 

Fluch oder Segen???

Ich mag Tabletten nicht .... für mich sind sie FLUCH .... ich hasse es sie jeden Tag schlucken zu müssen. Ich hasse Nebenwirkungen und event. Wechselwirkungen mit anderen Medis. Ich hasse das!!!!! Vor allem hasse ich es, dass ich seitdem zunehme ..... natürlich lebe ich nicht gerade in ständiger Diät ... Schoki ist mein Freund. Aber ich habe mein Gewicht halten können. Seit Cipralex ging es leider aufwärts!!! FLUCH!!! Eindeutig.

Aber auf der anderen Seite ..... SEGEN .... es hilft mir ein wenig Freiheit zurück zu erobern.... und es ist sooooo schön auch mal ALLEINE einkaufen gehen zu können. Und wenn es nur Rewe an der Ecke ist!!!

- Ein Hauch von Freiheit -


Sonntag, 1. Mai 2011

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung...

Vor 10 Jahren wurde ich rausgerissen ...  aus dem normalen Leben!!

"Was ist schon normal?" fragt ihr!?

Normal ... Schwindel, Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüche, Schmerzen, Verkrampfungen, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Übelkeit, Gefühle der Unwirklichkeit und das Gefühl verrückt zu werden, Angst die Kontrolle zu verlieren ..... ja und dann diese Todesangst .....

.... nein, ich stehe nicht vor einem Fallschirmsprung!!
.... nein, ich habe auch keine tödliche Krankheit!!
.... nein, ich lebe auch nicht im Urwald!!
und nein, ich plane keine Reise auf den Mars!!

Ich will nur einkaufen gehen .... zu LIDL!! Meine kleine Tamina aus dem Kindergarten holen!!
Mehr nicht!!

Das ist mein "normales" Leben.

Seit 10 Jahren verging kein Tag in meinem Leben wo ich nicht an meine Krankheit gedacht habe und sie nicht gespürt habe.

Früher war alles einfach und selbstverständlich ... ja NORMAL eben ..... heute aber ist jeder Tag eine neue Herausforderung für mich........


2010 war mein bestes Jahr seit 10 Jahren .... in den Jahren davor gings mir nie so gut wie 2010 ..... tja, bis November die große Keule kam .... kurz vor den Prüfungen die mich nun auch endlich wieder ins normale Arbeitsleben holen sollten ..... plötzlich ging nix mehr .... ich kam kaum noch aus meiner Wohnung raus.
Dank Tavor schaffte ich wenigstens die Prüfungen ( beide mit 1 *stolz bin* ) .... aber das Praktikum musste ich nach 3 Tagen abbrechen. :-(

Das ist ein halbes Jahr her und es geht wieder aufwärts .... ich bin viel unterwegs (wenn auch nie alleine) ....  und auch wenn ich nie ganz frei sein werde .... möchte ich wenigstens wieder frei atmen können .... :-)


Dienstag, 26. April 2011

Gemacht, um ganz viel Leben auszuhalten.

Noch nie war mir eine Werbung so nah, wie diese neue von IKEA.



Ein Teenie-Mädchen bockt übertrieben rum und motzt weil es nicht nach ihrem Kopf geht.
Genau das erlebe ich auch fast jeden Tag hier mit meiner bald 12jährigen Tochter.
GENAU SO!! Es beruhigt mich zu sehen, dass es anscheinend "normal" ist und dazu gehört.
Aber ich frage mich, was geht in den Teenie-Köpfen nur vor, wenn sie so ausflippen?
Ich meine, welche Synapsen im Hirn kollabieren da in dem Moment und gibt es dafür keine Medizin?

Nein, da müssen wir wohl durch .... und vielleicht nimmt man es dann bei Tochter 2 und 3 schon gelassener!?

Hmmmm ..... ich glaube ich war niemals so!!!! ;-)

Vanessa - meine Große